am sonntag, dem 16. april 2006 fand die NÖ landesmeisterschaft für windhunde mit vergabe des CCLA/ÖKV und sololäufe statt. gleichzeitig fand auch das racing match mit vergabe des titel NÖ landesmeister 2006 für alle hunde mit ÖGV hundesport racing prüfung und vergabe des ÖGV AKZ. (huch, was für ein name für eine ostersonntagsgestaltung.)
enya durfte als windhund ohne lizenz solo starten. ich war sehr gespannt, da sie sehr fit ist, habe ich es gewagt, sie erstmals über die distanz von 480m zu schicken. bisher lief sie immer nur distanzen von 350-360m. durchaus auch schon auf sand, aber eben noch nie weiter. ein training in marchegg haben wir absolviert, wo sie etwa 400m lief. ich war bereit, sie beim zweiten lauf zurückzuziehen, sollte sie schwächeln.
wir mussten sehr lange warten, bis wir zu unserem ersten lauf kamen. bislang war das meist unerträglich, da enya ab dem befahren des renngeländes in den ich-flippe-aus-modus geschalten hatte und unbedingt und sofort zum hasi wollte, weil sie ja weiss, wo es startet. doch schon in raba mussten wir uns in geduld üben und so war sie diesmal erstaunlich ruhig. ich konnte sie vor dem start sogar an lockerer leine auf und ab führen und richtig aufwärmen!
ab dem öffnen der türe zwischen sattelplatz und startplatz jedoch das gewohnte bild. enya “im seil”, ich hinterher. da mein mann zielservice machte, konnte ich den ganzen lauf von enya beobachten. ich war gespannt, ob sie an der box bremsen würde, wo das letztemal der hase stoppte. doch ich merkte keine verzögerung. und als der hase in der zielgerade beschleunigt wurde, gab auch enya nochmal gas!

zeit: 46:13
da ich auf der bahn keine zeiten von iren kenne, hab ich keine ahnung, wie die zeit zu bewerten ist, ist mir aber auch egal. mich interessiert sie als vergleich zu späteren zeiten um zu wissen, wie fit enya ist.

nach dem hasi gibt es das obligatorische abgehen, besser abtraben und dann das wohlverdiente schlammbad. danach sieht enya fast wie ein deerhound aus.

eine weitere premiere, enya schlief in der pause zwischen den beiden läufen im freien am platz! sie begreift langsam, dass sie ihre läufe bekommt und das nervöse flippen dazwischen nichts bringt. dass sie so spät diese ruhe gewinnt, liegt wohl daran, dass wir sie erst sehr spät auf die bahn gebracht haben. viola darf sich bereits jetzt an das bahngeschehen gewöhnen. nimmt allerdings absolut die stimmung von enya an und auf. ist enya aufgeregt, ist sie es auch. ist enya ruhig, ist sie es auch. immer wieder faszinierend!
wg. technischer pannen war die pause länger als geplant. mir war es recht, damit hatte enya eine wirklich lange pause und konnte sich erholen. auch die kurze sonnig-warme zeit verbrachten wir so mit warten.
dann ging es zum zweiten lauf, wieder konnte ich enya an lockerer leine aufwärmen! und sie setzte sich sogar kurz an meine seite und lehnte sich an, als es noch warten auf den start hiess. ich war fast schon am überlegen, ob ich ihr den zweiten lauf ersparen sollte. doch spätestens an der tür zwischen sattelplatz und start – enya will laufen! alles klar! wieder konnte ich sie die ganze runde beobachten. sie teilte sich den lauf ein, lief gleichmässig zügig ihre runde und klebte fast an der bande, soweit innen lief sie. sie hatte gelernt, innen laufen ist kürzer und der hase bleibt auf seiner spur. als ich richtung ziel lief um sie abzuholen hörte ich ziemlich überrascht ihre zeit:
45:66!
enya war die zweite runde fast eine halbe sekunde schneller! also keine spur von ermüdungserscheinung trotz längerer strecke.

da wir wieder mal der einzige ire am start waren, gewannen wir unsere wertung und einen pokal. enya sabbert bei der siegerehrung übrigens deshalb, weil da so viele hunde um sie herum sind, die sie gar nicht kennt. das stresst mein mädel halt ein bisschen und das äussert sich im sabberbart. das konnte jedoch den präsidenten nicht daran hindern, ein siegerbussi zu geben. oder zu bekommen.

tja, enya ist nicht nur ein rennbegeisterter ire sondern auch eine grosse charmeurin.
wir haben einen wirklich netten tag verbracht. das wetter war auf seiten der hunde (also nix mit frühlingshaftem sonnenbaden), aber wir haben ein paar nette leute getroffen und kennengelernt.
danke an ARH-marchegg für den schönen renntag und an betti für die photos.
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