das leben geht weiter.

bei nitra wurden im laufe der rennen zwei hunde verletzt. aus diesem umstand ergaben sich einige private diskussionen. wie geht man mit unfällen um?

schröder
mit freundlicher genehmigung von schroeders hundeleben

wieviel “muss” ich schreiben, um mir nicht vertuschung vorwerfen lassen zu müssen? muss ich überhaupt was darüber schreiben, um mir nicht schönfärberei nachsagen zu lassen? oder bleib ich bei dem, was ich gesehen hab – nämlich das zwei hunde verletzt und umgehend medizinisch versorgt wurden?

wenn es ärztliche notversorgung vor ort gibt, ist das in meinen augen optimal, so kann dem verletzten hund rasch geholfen werden. (bei rennen ist meist ein tierarzt anwesend, bei trainings nicht unbedingt …) ob es dann notwendig ist, den hund sofort zu transportieren oder nicht – das liegt meiner überzeugung nach in der entscheidung der hundehalter in absprache mit den medizinerInnen. und dabei sollte sich niemand der beteiligten um allfällige optik für beobachtende kümmern müssen, sondern ausschliesslich um das wohl des hundes. es ist kein formel eins rennen, bei dem ein verunfallter fahrer mit blaulicht publikumswirksam abtransportiert werden muss, um erst nach der zieldurchfahrt zu berichten, was vorher nur geahnt werden durfte …

jede/r, der/die rennbahnen besucht, wird über kurz oder lang unfälle sehen und miterleben. oder zumindest den einen oder anderen unfall erzählt bekommen. und jede/r hofft insgeheim, dass die eigenen hunde verschont bleiben mögen. jede/r geht mit der situation anders um. jede/r versucht, die risiken für die eigenen hunde zu minimieren. man bespricht, woran es gelegen sein könnte, dass dieser unfall und jene verletzung passiert ist, ob etwas ausser acht gelassen wurde oder nicht. und oft bleibt es bei vermutungen, da selten einwandfrei beobachtet werden kann, was in einem atemberaubenden tempo passiert. und selbst erfahrene hunde können unvermutet dinge tun, die niemand vorhersehen konnte. wer mit der möglichkeit nicht klar kommt, dass unfälle passieren/miterlebt werden können/den eigenen hund treffen können, sollte der bahn fern bleiben um sich nicht irgendwann vorwürfe machen zu müssen, wenn es den eigenen liebling “erwischt”. (und wer nicht mit der möglichkeit eines autounfalls klar kommt, sollte sich nicht ins auto setzen, etc. pp.). für alle anderen ist es die erinnerung daran, dass der gruss “kommt mit gesunden hunden zurück” eben keine leere formel ist …

allerdings sollten gerade windhundhalterInnen wissen, dass auch im freilauf unfälle passieren können und auch passieren. (gerade einer bekannten mit einem ihrer hunde passiert – aktueller stand beinamputation …  ) aber ich erinnere mich auch mit schaudern an die frau, die ihren fünf monate alten hund nicht von der leine gelassen hat, weil er sich verletzen könnte … als er dann doch mit meinem hund spielen durfte und sich im überschwang und ohne fremdeinwirkung (sieht man vom gelände ab …) kurz überpurzelte und gleich wieder weiter laufen wollte, kam er schon wieder an die leine mit dem hinweis, das hätte man ja geahnt, dass der hund gleich wieder stolpern würde …  für manche menschen wäre wohl das stofftier das geeignete haustier …

diesmal hat es auch einen hund erwischt, den ich kenne und sehr mag. er ist wieder am weg der besserung. und er wird – so wie es aussieht – wieder laufen können.

wir werden weiter auf die rennbahn gehen. und vor jedem start gründlich überlegen, ob alles für uns passt. wohl wissend, dass immer ein restrisiko bleibt. denn wie heisst das afrikanische sprichwort so schön? - die seele des windhundes will laufen!

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