die UH wird “im osten” produziert. weil es kostengünstiger ist, so sagt man. (also der zuständige produzent in einem einschlägigen forum.) es sei wirtschaftlich einfach notwendig, sich nach der günstigsten möglichkeit umzusehen. den spruch höre ich immer wieder in verschiedensten bereichen. und als jemand, der in österreich produziert und bevorzugt in österreich kauft, fragt man sich in regelmässigen abständen, ob man nicht ein bisschen gaga ist, wenn man in österreich sein geld aus gibt …

mit freundlicher genehmigung von schroeders-hundeleben - jetzt mit bilderrätsel!
und natürlich stellt sich die frage auch beim erwerb eines rassehundes. kostet ein irish wolfhound mit FCI-papieren in österreich € 1.200,- steil aufwärts (€ 1.800,- sind auch möglich und das “welpenangebot” in österreich ist gerade eher dünn …) so liegen die preise für irish wolfhounds ohne papiere auch schon mal bei € 750,– und – wenn man “die papiere der eltern in kopie haben darf” auch mal bei stolzen € 1.100,-. einen irish wolfhound mit FCI-papieren “im osten” kann man mit guten kontakten aber schon um € 600,- erwerben … selbst wenn man sich heftig mit dem ÖKWZR und/oder ÖKV überworfen hat, kann die eintragung ins österreichische zuchtbuch nicht mehr so viel kosten … (aktueller worst case bei € 100,– ohne ÖKWZR-mitgliedschaft &hellip
und – wer keine rennlizenz anstrebt, braucht diese eintragung ins österreichische zuchtbuch gar nicht. sogar ausstellen soll manchen ohne eintrag ins ÖHZB möglich sein. notfalls hilft doppelbesitz mit dem ausländischen züchter … wie die ganze sache bei der ÖHU gehandhabt wird, das entzieht sich meiner kenntnis.
natürlich ist der anschaffungspreis eines hundes immer nur ein – kleiner! – teil der gesamtkosten. aber, das futter zahlt man halt “in monatlichen raten” und auch die tierarztkosten sind – bei allgemeiner gesundheit des hundes – in kleinen etappen zu bezahlen. beim einkaufspreis ist man leichter versucht, zu hadern und zögern. bei einer eventuell notwendigen notoperation tut man es üblicherweise nicht mehr, obwohl die auch schon mal das mehrfache des “anschaffungspreises” ausmachen kann.
oft wird in österreich auf die “prinzipiell miese qualität der osthunde” hingewiesen, was sich aber spätestens dann ad absurdum führt, wenn man die pedigrees so mancher hunde studiert bzw. die kontakte der züchterInnen untereinander durchschaut hat. bei manchen rassen wird inzwischen sogar offen ausgesprochen, dass die qualität der “ausländischen hunde” mindestens gleich gut, wenn nicht gar viel besser ist, als die in österreich. und die realität ist wohl – dass es gute und schlechte überall gibt. die kunst liegt darin, die einen von den anderen zu unterscheiden. ![]()
manche “westler” denken aber immer noch, sie können “im osten” eben mal ein schnäppchen machen und dort den hund besonders billig erstehen, weil “die da drüben sind eh die rückständigen, mit denen man das machen kann”. oder sie nutzen ihre guten kontakte gar, um hunde “zu vermitteln”. nicht immer für gottes lohn. da sind wir dann aber doch wieder bei der marktwirtschaft – günstig einkaufen, teuer weiter verkaufen …
klar ist doch, dass in ländern, in denen die lohn- und lebenskosten niedriger sind, auch die haltungskosten für hunde niedriger sind und auch der preis für welpen dem angepasst wird. verständlich ist für mich aber auch, dass es “zwei preise” gibt, vorallem, wenn man bedenkt, mit welcher überheblichkeit sich so mancher “wessi” im “osten” bewegt … sozial gestaffelte preise mit der option vollkofferzuschlag, würde ich mal meinen. ![]()
selbstverständlich haben die wenigsten von uns einen geldesel zuhause, doch ein hund sollte eine überlegte und geplante anschaffung sein, die es ermöglicht, die euros schon zur seite zu legen, bevor man z.b. die monatlichen futterkosten auszulegen hat. das von züchterInnen gerne verwendete argument, dass die laufenden kosten weit über den anschaffungskosten liegen, ist einfach nicht von der hand zu weisen. und wenn die zucht und sämtliche anderen voraussetzungen passen, dann sollten ein paar euros preisunterschied nicht mehr das argument sein. weder für – noch gegen einen hund aus dem osten. die chemie zwischen züchterIn, hunden und käuferIn muss passen. denn es handelt sich immer noch um tiere, um lebewesen, die verkauft werden.
viele züchterInnen denken ohnehin über den tellerrand hinaus und haben auch kein problem damit, welpeninteressentInnen ins ausland zu empfehlen/vermitteln. immerhin geht es doch in erster linie um die rasse des irish wolfhound und nicht um eine lukrative handelsware, oder?
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