nach nur eineinhalb jahren haben wir es endlich geschafft, ein coursing-training mit enya zu besuchen. wie zu erwarten kannte enya sich sofort aus. und wenigstens sie hatte heute jede menge spass.
der extra am morgen noch von der homepage des FCW geholte anfahrtsplan erwies sich als wenig zielführend. 2,5km nach maria ellend rechts abbiegen – das ging einfach nicht. (eine freundin hatte mir schon vor über einem jahr erzählt, dass der anfahrtsplan falsch sei, ich hatte nicht damit gerechnet, dass immer noch der plan online sein könnte …) vor uns ein mini mit grazer kennzeichen und windhund(en) im auto fuhr ebenfalls etwas langsamer ab maria ellend … offensichtlich hatten die den selben “anfahrtsplan” … wir machten noch einen tankstop und ich zog die karte zu rate. nix maria ellend … bad deutschaltenburg und dann nach rechts abbiegen sah wesentlich sinnvoller aus … ausser, es gibt zwei sportflugplätze “spitzerberg” …
die – ebenfalls in der anfahrtsbeschreibung erwähnten – gelben schildchen suchten wir vergeblich. als wir zweimal am sportflugplatz vorbeigefahren waren – und auch den grazer mini, ebenfalls herumirrend – wieder sahen, rief ich eva an. sie lotste uns dann – fast – richtig. der letzte “verfahrer” diente dazu, mit den grazern kontakt aufzunehmen und eine “suchgemeinschaft” zu bilden. netterweise sah man ja die ganze zeit über die parkenden autos auf der anhöhe, aber im gewirr der feldwege fanden wir einfach nicht den richtigen weg.
obwohl wir erst um 11:00 uhr vor ort waren, schien man gerade erst anzufangen. wenigstens das timing hatten wir gut erwischt. wie schon erwähnt, kannte enya sich sofort aus, ich fragte noch nach. wie der ablauf sei, wie die laufeinteilung sei. erst die lizenzläufe, dann der grösse nach. wir – als einziger irish – also gleich nach den lizenläufen. das klang gut. also aufwärmen während der lizenzläufe gut möglich.
da enya noch nie coursing gelaufen ist und – 6 jahre alt – auch auf der bahn inzwischen reduzierte strecken läuft, habe ich mit hannes abgeklärt, dass er den parcours nur bis zu dem teil zieht, an dem enya wieder sehr nahe an den start-ziel-bereich kommen sollte. dann wärmte ich enya – hinter den parkenden autos, blick auf das feld vermeidend – auf. traben, massieren, traben – hinter den autos vor linsen, wie weit die mit den lizenzläufen sind.
dann – endlich – auch harry gab mir o.k., dass die lizenzläufe fertig sind, richtung start kommen. den rutschigen stellen ausweichend mit über 50kg geballte vorfreude an der leine. verankern, denn das moped mit dem “hasi” kommt auf uns zu, und enya hat es längst entdeckt … da marschieren zwei menschen mit afghanen an mir vorbei und erklären ihren hunden(?), dass sie “nur eben mal schauen”. ich bin etwas irritiert. erstes coursing-training für mich eben … sie schirmen enya den blick auf das moped ab – auch recht. doch dann wirken die, als würden sie ihre hunde starten wollen! ich rufe, dass das mein lauf sei und ernte verständnislose blicke der afghanen-menschen … mit einer starten-wollenden enya an der leine diskutiert es sich schwer … ich zerre meinen aufgewärmten, startbereiten hund vom startplatz weg … wenn ich direkt hinter ihnen bin, wenn der start freigegeben wird – nicht auszudenken … ich schäume. und werfe mich hinter einem auto halb auf enya, um sie am starten zu hindern …
den nächsten lauf bekommen dann endlich wir. enya – kennt sich aus, läuft sicher und gut ihre strecke und fordert danach ihr abgehen ein. sie hat wohl kapiert, dass das traben nach dem hetzen gut tut. wir traben also noch eine weile hinter den parkenden autos auf und ab, massieren und setzen uns dann auf den hang, um den anderen zuzusehen. wieder zwei afghanen am start. als sie an uns vorbei laufen, würde enya ihnen gerne beim jagen helfen, lässt sich dann aber doch überzeugen, dass zusehen auch o.k. ist. am hang bleiben die afghanen dann gemeinsam an einer rolle stehen, beschnuppern die rolle und warten, bis sie abgeholt werden. enya grinst sich eins. sie kennt sich eben aus mit coursing.
da wir nur einen lauf wollten, packen wir uns zusammen und fahren wieder nach hause. enya fand das hasi, das abbiegen kann, echt toll. ich fand, für € 12,– war mir das ein bisschen zu viel ärger. da aber heuer ohnehin keine trainings mehr angekündigt sind, nur läufe, und wir keine lizenz haben, muss ich erst nächstes jahr wieder darüber nachdenken.






Hm, liebe Margot,
das liest sich als aus Deiner Sicht nicht übermäßig begeistert. Dafür wird Enya sicher beim nächsten Mal blind hinfinden – ich würde sie vors Auto spannen!
Aus meiner distanzierten, sicher nicht umfassend informierten Sicht kann/muß ich aus den wenigen Bildern, die ich bekommen habe, jedoch einen Schluß ziehen: der Hase wird mit zu weiter Distanz gezogen, gerade beim Coursing muß der Hasenzieher sehr subtil auf die einzelnen Rassen eingehen, manchmal langsamer, manchmal etwas schneller ziehen, niemals zu schnell – und möglichst immer in Sichtdistanz und Rücksicht auf Bodenwellen nehmen: aus der Sicht der Hunde, nicht der der Menschen.
Ich habe auch von Mariella gehört, daß der 2. Lizenzlauf Pansys nicht mehr geklappt hat. Ist für mich persönlich kein Problem, es ist eine sehr junge Hündin, der 1. Lauf war hervorragend. Sie wird nun auch in die Tschechei fahren, um mehr Erfahrung sammeln zu können.
lg Iris
hi iris!
keine ahnung, war ja mein erstes coursing-training. auf der bahn wäre der abstand hase-enya definitiv zu gross gewesen … da hätte sie den hasen aus den augen verloren … ich hab aber auf dem weiten feld auch das augenmass noch nicht … werde sicher auch noch erfahrungen sammeln. aber nach durchsicht der photos denke ich auch, dass ein bisschen knapper gezogen werden hätte können. aber – wie gesagt, bin neu.
lg,
margot
*schmunzel* Der Mini plus Inhalt kommt mir irgendwie ganz bekannt vor. Trotz Anruf konnte ich leider auch nicht recht weiterhelfen außer als Anhaltspunkt die Autoversammlung mitten in den Feldern vorzuschlagen. Feldwegelabyrinth
Uns ist es aber beim ersten Mal auch nicht besser ergangen. lg Sanni