ein absolut umfassendes und informatives buch über die bewegung “des hundes”, wobei sehr genau auf die verschiedenen hundetypen eingegangen wird. der rote faden, der sich durch das buch zieht, ist der trab. der trab, der von allen hunden im ausstellungsring gefordert wird.
diese anforderung trab führt dazu, dass ausstellungshunde auf optimale show-trab-anatomie hin selektiert werden, was für fast alle hunde eine wegentwicklung vom ursprünglichen körperbau, selektiert für das ursprüngliche aufgabengebiet, bedeutet. der optimale showtrab erfordert unter anderem ein verhältnis brusttiefe zu unterbrust-beinlänge von etwa 1:1 und eine ausgeprägte hinterhandwinkelung. damit greift der hund “kraftvoll” aber unergonomisch (zu) weit aus und hat “kraftvollen” aber unergonomischen schub aus der hinterhand.
der windhund, der schnell ist, hat ein brusttiefe zu unterbrustbeinlängenverhältnis von 1:1,2 bis zu 1:1,3 (renngrey).
ein weiterer teil des buches widmet sich dem rücken. auch der oftmals geforderte “gerade rücken” ist in sachen geschwindigkeit kontraproduktiv …
eine faustregel: ein hund, der auf trab optimiert ist, hat im trab kaum auf-/abbewegung der rückenlinie (die auf-/abbewegung hat dieser hund im galopp). ein hund, der auf galopp optimiert ist, hat im trab starke auf-/abbewegung der rückenlinie (dafür im galopp kaum).
wer immer schon ahnte, dass hunde, die bei ausstellungen erfolgreich sind, keine optimalen leistungshunde sind und umgekehrt, der findet in diesem buch die fundierte, sachliche grundlage. dieses buch ist das trostpflaster für alle, die leistungshunde haben und bei ausstellungen “kaum einen blumentopf gewinnen”. curtis brown erklärt, warum diese beiden extreme nicht unter einen hut passen. im gegensatz zu mir denkt curtis brown allerdings, dass auch das ziel “dem menschen zu gefallen” ein anzuerkennendes zuchtziel sein kann.
zur zeit habe ich dieses buch leihweise. danke an oliver, der mich auf dieses buch aufmerksam gemacht hat und es mir geliehen hat.
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