tierpsychologInnen …

schröder - kumpelmit freundlicher genehmigung von schroeders hundeleben
die tierpsychologen boomen, nicht zuletzt dank tv-tiernannies. in der humanmedizin ist ganz klar umrissen, welche ausbildung ein psychologe haben muss, bevor er sich so nennen darf. in der tiermedizin scheint das anders zu sein. einige, die es ernst meinen, mit der sache, scheinen nun bestrebt zu sein, für diesen bereich voraussetzungen zu etablieren.

so hat sich der VdH Verband der HaustierPsychologen e.V (ein zusammenschluss von tierpsychologen, tierverhaltenstherapeuten, fachttierärzten für verhaltenskunde, zoologen und biologen) entschlossen, die wortmarke “Tierpsychologe VdH” in deutschland und österreich schützen zu lassen. wer “Tierpsychologe VdH” ist, hat eine fundierte wissenschaftliche ausbildung in angewandter ethologie und ist geschult auf die besonderheiten des verhaltens von hund, katze und pferd sowie auftretende verhaltensprobleme und therapiemöglichkeiten.

nebenbei bemerkt ist die bezeichnung “tierpsychologe” auch historisch belastet: in den 1940ern entwickelte sich “tierpsychologie” – aus hauptsächlich militärischen gründen – zu einem eigenständigen fach an den hochschulen. aber bereits 1949 vermied konrad lorenz ganz bewusst das etikett “tierpsychologie”, da diese inzwischen als liebhaberei gesehen wurde und überdies durch die nähe zur nationalsozialistischen rasselehre politisch belastet war …

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