staupe-impfung.

zur zeit kursiert eine pressemeldung über staupe in berlin und die dringende empfehlung, hunde doch gegen staupe impfen zu lassen. am besten gleich jährlich. mir scheint, die pharmaindustrie leidet darunter, dass die impfkritischen (und nicht die prinzipiellen impfgegner!)  tierhalterInnen mehr werden. leider gibt es von dem buch “hunde impfen mit verstand” keine neuauflage mehr und die autorin beantwortet mails, als hätte sie “kreide gefressen”. wer so ein buch noch erwischen kann – kaufen! doch nun zur auffrischung der staupeinfo:

<…> Forscher gehen ausserdem davon aus, dass auch der Impfschutz gegen virale Erkrankungen wie Parvovirose, Staupe oder die ansteckende Leberentzündung sehr viel länger als ein Jahr anhält. Prof. Dr. Marian C. Horzinek von der Universität Utrecht, renommierter Kleintier-Virologe, spricht im Fall der Staupe sogar davon, dass eine Impfung im Welpenalter lebenslang vorhält. <…>

<…> Wenig bekannt ist, daß auch Staupe-Vakzinen von Fall zu Fall nur noch von fraglichem Nutzen sind. Die fehlende Kreuzimmunität der Impfvirusstämme ist seit den in einigen Ländern beobachteten lokalen Epidemien der 80er und 90er Jahre wissenschaftlich belegt. Jährliche oder gar noch häufigere Impfungen bieten daher keinen Schutz, und die Ausbrüche sind keineswegs einer nachlassenden Impfmoral der Tierhalter anzulasten. Die lokalen Epidemien betrafen sowohl geimpfte als auch ungeimpfte Tiere (Schreiner 2001). <…>

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