in den letzten zwei jahren fiel auf, dass enya oft im anschluss an die läufigkeit (meist um die 6./7. woche nach beginn der läufigkeit) einen “durchhänger” hat. prinzipiell nichts ungewöhnliches, wir wissen, dass hündinnen zyklusbedingte leistungsschwankungen haben und bei den renngreys ist es nicht unüblich, hündinnen 100 tage ab läufigkeitsbeginn nicht in rennen zu schicken (oder die läufigkeit einfach “weg zu spritzen” …) es gab kein einheitliches bild, manchesmal war enya einfach nur schlapp und mäkelig, manchesmal gab es fieber und einen nicht ausfindig zu machenden infekt. danach erholte sich enya erfreulich rasch um nach der nächsten läufigkeit wieder “durchzuhängen”. da sie in der durchhängerphase mäkelte und etwa ein bis zwei kilo abnahm, gewöhnte ich mir an, ihre erhöhte fressfreudigkeit vor und während der läufigkeit zu nützen und ihr die ein bis zwei kilo anfuttern zu lassen.
auch das blutbild gab uns rätsel auf, die befragten ärzte konnten sich keinen reim darauf machen und wir waren dabei, uns damit abzufinden, dass ein ca. 7 jahre alter irish eben seine zipperleins hat. solange sich enya regelmässig wieder erholt – kein problem.
diese woche (7 nach beginn der läufigkeit) führte uns husten am morgen und später heftiges atmen mit teilweisen röchelnden geräuschen erst zu dr. koller. die schickte uns nach intensivem check und abhören direkt weiter zur tierklinik hollabrunn, da sie ein beginnendes herzproblem nicht 100% ausschliessen konnte. also ultraschall & EKG mit tadellosen werten und anschliessender beratung zw. dr. resch und dr. koller.
ergebnis der beratung: ab zum lungenröntgen. als das röntgenbild am schirm erschien, war dr. resch sichtlich überrascht und stellte “megaoesophagus” fest. eine erweiterte speiseröhre. da sich in dieser futterreste vor dem magen sammeln können und durch sogenanntes regurgitieren futterreste wieder hoch und in die atemwege geraten können, können sie dort auch eine lungenentzündung auslösen.
also bekommt enya antibiotika gegen lungenentzündung mit und es geht an das finden der ursache für diesen megaoesophagus (MÖ). MÖ kann von geburt an bestehen (mcBryde weist darauf hin), jedoch ist es auszuschliessen, dass diese erkrankung über 7 jahre keinem aufgefallen wäre. üblicherweise merkt man das schon im welpenalter.
am nächsten tag kam von dr. koller der hinweis, durch einen bluttest abzuklären, ob myasthenia gravis (MG) vorliege. es handelt sich dabei um eine seltene krankheit, die auch beim menschen vorkommt und auch beim menschen quasi noch in der erforschungsphase ist. der medizinische stand ist so, dass erkrankte mit dieser krankheit inzwischen umgehen können. von heilung ist eher nicht die rede … die krankheit zeichnet sich dadurch aus, dass sie schwer zu diagnostizieren ist, da sie kein einheitliches krankheitsbild zeigt und in schüben verläuft. ursachen können unterschiedlicher natur sein.
da es zu dieser erkrankung beim hund relativ wenig informationen gibt, => hier der link zu einem forum, welches sich auf einer => MG-site für menschen findet. die erkenntnisse aus der humanmedizin kann man zu grossen teilen auch für hunde als gegeben hinnehmen.
wie es mit enya weiter geht, findet sich hier im blog und auf unserer => zwingersite. zur zeit ist sie wieder beschwerdefrei, spricht gut auf die antibiotikagabe an und versteht gar nicht, warum sie verkürzte spaziergänge bekommt.
follow us!