da ich für lilly nun ein paar nette coursingveranstaltungen suche, bin ich bei der recherche auch auf ausschreibungen aus deutschland gestossen – und staunte nicht schlecht! in deutschland läuft der irish wolfhound verkürzte strecke – wie die windspiele und whippets. mir ist es erst jetzt aufgefallen, geben tut es das schon seit 2008.
da mir die ursache für diese deutsche regelung nicht ganz klar war, hab ich nachgefragt und bekam – vom vorsitzenden der kommission für windhunsport auch ausführliche antwort: auf der bahn seien die leistungsunterschiede zwischen den einzelnen hunden zu gross, der abstand werde deshalb bei 480m zu gross, also ziehe man nur mehr die kurze distanz. das leuchtet auch mir ein, gibt es doch viel zu wenige irish wolfhounds, um da auch noch – den afghanen vergleichbar – zwei leistungsklassen einzuführen. soll sein.
dass aber auch beim coursing verkürzt gezogen wird – leuchtet mir nicht mehr wirklich ein. am coursingfeld hat ein langsamerer hund immer die möglichkeit, erlaubter weise abzukürzen und die geschwindigkeit ist nur eines von fünf zu bewertenden kriterien. die verkürzung der strecke erfolgte hier auf eine bitte des IW-meetings. seit dem laufen die irish wolfhounds, die grössten der windhunde, in deutschland die distanzen für die kleinsten rassen. wenn sie überhaupt laufen. und, so die aussage des vorsitzenden der kommission für den windhundesport, die rückmeldungen sind ausschliesslich positiv.
die spirale der verkürzung dreht sich aber schon munter weiter! in einem deutschen windhundforum wird gerade darüber diskutiert, ob whippets gar nur mehr 240m laufen sollen, damit sie in die gerade starten können und nicht in die kurve. da der irish ja an die verkürzte strecke geknüpft ist, läuft er gerade gefahr, in deutschland zum absoluten kurzstreckensprinter zu werden … möge dieser kelch an uns vorüber gehen …
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