da ist er wieder, der tellerrand.

ÖKWZr-meldung, ausländische züchterInnen werden diskriminiert.

ÖKWZr-meldung, ausländische züchterInnen werden diskriminiert.

vor wenigen tagen stand folgendes auf der ÖKWZr-site zu lesen:

Der ÖKWZR-Vorstand hat in seiner Vorstandssitzung vom 10.6.2009 – aufgrund eines entsprechenden Antrags österreichischer Züchter und nach Prüfung der Gepflogenheiten anderer Windhundevereine in den Nachbarländern Österreichs – einstimmig beschlossen, dass auf der Vereins-Homepage nur mehr österreichische Züchter angeführt werden.

was heisst das nun? abgesehen davon, dass es eine reihe von windhundvereinen gibt, die ausländische mitglieder sehr wohl auf ihren züchterInnen-listen führen, und das nichtmal getrennt von den inländischen, dürfen ausländische mitglieder ab sofort also gleich viel mitgliedsbeitrag bezahlen, für noch weniger gegenleistung. zumindest ein ausländischer züchter hat mir bereits in einer privatmail mitgeteilt, dass er damit keinerlei gründe für eine mitgliedschaft sieht und entsprechend kündigen wird. er hat mir auch den mailwechsel vertraulich weitergeleitet, den er mit dem ÖKWZr geführt hat.

erschreckend ist, dass ein österreichischer züchter den antrag gestellt hat und der vorstand einstimmig (!!!) zugestimmt hat, ohne die anderen österreichischen züchterInnen überhaupt zu fragen, wie sie die dinge sehen. nur 100 tage und ein paar zerquetschte nach einem engagierten wahlkampf mit – nun wissen wir es – einer reihe leerer wahlversprechungen haben all jene recht bekommen, die sagten, dass sich nichts ändern werde.

wir haben wieder einen zuchtverein, der das “r” im namen schrumpfen lässt, aber nicht dazu steht, sich endlich vom “r” zu trennen und den vor langem schon gegründeten ÖWSV endlich aktiv werden zu lassen. aber da gibt es etwas, was in anderen kulturen eine unvereinbarkeit wäre: einen ÖWSV-präsidenten, der gleichzeitig im vorstand des ÖKWZr und im vorstand eines rennvereins sitzt. die interessen, die da aufeinanderprallen, bringen wohl das windhundesportgeschehen in österreich zum stillstand. schade um die zeit, die energie und das geld, welches bereits in den ÖWSV gesteckt wurde.

wir haben aber auch wieder einen zuchtverein, der das “Z” im namen äusserst eigenwillig interpretiert. er hat keinerlei interesse daran, alle windhundzüchterInnen unter seine fittiche zu nehmen, nein, es werden nur die genehmen und bequemen willkommen geheissen. und jetzt diskriminiert man auch noch die ausländischen züchterInnen, indem sie keinerlei erwähnung auf der homepage finden. erfolge ausländischer mitglieder gibt es noch – die frage ist, wie lange es dauert, bis ein inländisches vereinsmitglied einen entsprechenden antrag einbringt …

die österreichische windhundezucht ist ohne ausländische kontakte inzestiös und zum scheitern verurteilt. züchterInnen, die über den rotweissroten tellerrand blicken und entsprechend agieren, wissen das. der österreichische windhundezuchtverein aber macht die luken dicht und suhlt sich im eigenen saft. fröhliches schmoren und eindampfen, kann ich da nur wünschen. jetzt bin ich dankbar, dass der ÖKWZr  die vertriebenen und rausgeworfenen nicht zurückgeholt hat!

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One Response

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  1. Hurra, es wurde eine Begründung für das Löschen der ausländischen Züchter von der ÖKWZR-HP gefunden (Steht heute, 03.07.09 auf windhund.at)! Natürlich kann man uns (DWZRV-Züchter) nicht auflisten, der DWZRV kann einfach nicht so funktionieren wie der ÖKWZR (Gott sei Dank) – das sehen wir natürlich ein.
    Man sollte doch meinen dass man im Zeitalter der EU zusammenwächst. Ist wohl beim ÖKWZr noch nicht angekommen.
    Da kommt einem ja der Gedanke, da das ganze von einem österreichischen Züchter aus ging; hat er etwa Angst vor Konkurenz?

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