vor längerem schon – bevor lilly zu uns kam und ich am grübeln war, ob irish oder deerhound, ob FCI oder nicht, ob und wenn und überhaupt – da kam mir der FoIW in den browser. die “Friends of Irish Wolfhound e.V.”. da ich mich bekanntermassen von dissidenzverdacht nicht abhalten lasse, durchforstete ich die website des => FoIW und fand sehr schnell auch die => zuchtordnung.
gefiel mir im grossen und ganzen. einige punkte gefielen mir sogar sehr gut, da ich sie für sinnvoll halte, aber in FCI-zuchtordnungen vermisse. z.b. ein grössenlimit, ein inzuchtlimit, rüden dürfen erst ab 18 monaten decken, hündinnen dürfen nur bis 6,5 jahren gedeckt werden. einige dinge gefielen mir weniger. z.b. HD-untersuchung verpflichtend und alterslimit für rüden. jedenfalls war die zuchtordnung anregend genug, mit dem verein in kontakt zu treten und genauer nach zu fragen. leider bekam ich auf die zweite mail mit nachfragen keine antwort mehr. vermutlich war es wieder mal “eine frage zu viel”, die ich stellte. wie auch immer – ich hatte den FoIW also immer noch im hinterkopf, vor allem wg. einiger anregungen in der zuchtordnung, aber dabei blieb es dann auch. selber kann ich mir ja jederzeit strengere massstäbe anlegen, als es irgendeine zuchtordnung vorschreibt.
kurze zeit später kam ich mit dem => IWC in kontakt. im rahmen der IW-ralley 2008 durfte ich ein paar leute des IWC auch persönlich kennen lernen. und – natürlich – auch einige ihrer hunde. auch der IWC begann als “dissidenz-verein”, jedoch von anfang an mit dem erklärten ziel, FCI-anerkennung zu erlangen. mit grosser vehemenz, energie, ausdauer und auch finanziellem einsatz ist der IWC jetzt FCI-anerkannt. natürlich interessierte mich auch hier die => zuchtordnung. ich gestehe, sie gefällt mir nicht gar so gut. vor allem, was das deckalter der hündinnen betrifft, welches inzwischen aber wenigstens leicht korrigiert wurde. aber – wie schon oben erwähnt – niemand ist gezwungen, die möglichkeiten, die die jeweilige zuchtordnung bietet, auszureizen.
beiden vereinen ist gemein, dass sie eher an mittelalterveranstaltungen interesse haben, denn an sportveranstaltungen. nun, auch ich habe meine “gewandung” und finde solche kostümfeste durchaus nett. aber am liebsten ist unseren irish und auch mir eine coursingveranstaltung. inkl. wochenlanger vorbereitung mit gemeinsamen joggingeinheiten. und da ist in deutschland nur im => DWZRV sport überhaupt ein thema. zwar ist man da neuerdings der ansicht, dass ein irish wolfhound nur verkürzte strecken laufen kann, doch ich bin guter dinge, dass das die irish wolfhound leute, die mit ihren hunden sport betreiben, wieder zurecht rücken werden. bei der coursing-EM vor kurzem haben die irish wolfhounds aus deutschland eindrucksvoll bewiesen, dass sie auch auf der “langen strecke” gute figur machen.
es gibt noch weitere zuchtbuchführende vereine. weiter habe ich mich in die materie bis jetzt allerdings noch nicht vertieft, teilweise auch keine zuchtordnungen gefunden, die ich mir gerne als erstes zu gemüte führe, um mir ein bild zu machen.
konkurrenz belebt das geschäft, heisst es so schön. auf den ersten blick mag die vereinsvielfalt auch durchaus belebend wirken. allerdings war da auch noch das wörtchen “geschäft” und das mag ich in zusammenhang mit hundezucht so gar nicht. es ist meiner meinung nach eine schlechte motivation und vernebelt den blick auf die rasse.
inzwischen gehöre ich zu jenen, die für eine möglichst weitgehende freigabe der zuchtbestimmungen sind und – parallel dazu – für die übergabe der verantwortung an züchterInnen und welpenkäuferInnen. damit wäre nur mehr ein verein notwendig, der nichts anderes tut, als das zuchtbuch verwalten. dies würde verhindern, dass immer wieder gruppen und grüppchen absplittern, eigene vereine gründen und sich manche verbandszugehörigkeit teuer erkaufen. die gesamte energie könnte in die hundezucht fliessen. welpenkäuferInnen würden sich langfristig nicht mehr auf einem “papier” ausruhen in der irrigen annahme, dass damit “alles in ordnung” sei. sie wären aufgefordert, sich selbst zu informieren, sich die züchterInnen genauer anzusehen.
das ist kein rezept für “alles wird gut”, ganz und gar nicht! nur die energie, die momentan dazu verwendet wird, zu verhindern zu versuchen, was nicht zu verhindern ist, diese energie könnte sinnvoller – positiv – verwendet werden.
das ist auch keine kritik an vereinsgründerInnen, die versuchen, einen anderen weg zu finden. die momentane situation bietet wenig spielraum und den versuch, dies mit einem eigenen und neuen verein zu ändern, verstehe ich nur zu gut. doch dem irish wolfhound als rasse würde es gut tun, wenn es ein registrierendes zuchtbuch gäbe, in dem alle irish wolfhounds erfasst sind. ein zuchtbuch, welches den züchterInnen uneingeschränkte möglichkeit gewährt, auf den kompletten genpool zu zu greifen. es gibt genug wesentlich wichtigere themen, als jenes, in welchem zuchtbuch der hund registriert ist …





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