aus dem archiv. geschrieben im sommer 2006 und wegen blog-systemwechsel aus dem netz gegangen, hab ich den beitrag öfter schon gesucht um ihn weiter zu leiten. deshalb ist er jetzt wieder online.
klar! machen wir doch alle! “hier”, “platz”, “dummer hund” … und dann natürlich die, die mit ihren hunden reden, so, wie man es uns in der hundeschule immer als negativbeispiel hingestellt hat: “komm, lumpi, das sollst du doch nicht, das hab ich dir doch schon hundertmal gesagt, sei bitte so lieb und komm jetzt her, aber schnell” …
das da aber ein mehr an kommunikation (möglich) ist, wurde mir klar, als ich enya “spürte”, wenn sie ein gesundheitliches problem hat. aus unerfindlichen gründen bekam ich ein ziehen im rechten knie, wenn sie am rechten hinterlauf – kaum merklich – lahmte. und als sie eine infektion eingefangen hatte, spürte ich ihr fieber und ihre atemnot. umfragen im freundeskreis ergaben, ja, das kann schon vorkommen. ein zeichen grosser verbundenheit mit dem tier. sowas, wie telepathie, manchesmal weiss man ja auch, wer anruft, kurz bevor das telefon klingelt (ohne rufnummernanzeige, mein ich!). lange zeit beliess ich das dabei. gut, wenn man rechtzeitig merkt, wenn dem hund was fehlt.
vor einem dreiviertel jahr hatte ich dann ziemlichen stress mit meiner katze. sie weckte uns zu dem zeitpunkt schon täglich frühmorgens durch gekreische (anders kann man es leider nicht nennen …) auf und wollte raus. ich überlegte ernsthaft, das tier abzugeben, eine hütte im garten zu bauen und welche möglichkeiten es noch geben könnte, um endlich wieder zu schlaf zu kommen. jeden morgen wankte ich als zombie richtung kaffeemaschine und wurde auch durch den espresso nicht mehr munter. so konnte es unmöglich weitergehen. eine gute freundin riet mir, mit der katze zu reden. tu ich doch! nein, wirklich reden. ?! na, mithilfe einer tierkommunikatorin. zufällig wüsste sie da eine in kanada. ??!!! ich gebe es zu, da meine freundin mich unerbittlich drängte und auch die kosten übernehmen wollte und so hartnäckig darin war – rief ich claudia hehr an. (sie spricht übrigens perfekt deutsch!) äusserst skeptisch, aber es konnte ja wohl auch nicht mehr schaden …
nach diesem telefonat sass ich da (die katze übrigens zufrieden schnurrend auf meinem schoss, so in der art, das hat ja gedauert, bis du es begriffen hast, aber gut, dass wir das endlich besprochen haben …). das alles konnte claudia nicht wissen. sie musste tatsächlich irgendwie zu cleo gesprochen haben. ich war ziemlich fertig, aber entschlossen, mich an das zu halten, was claudia mir – im auftrag von cleo – übermittelt hatte. meine katze, die schon seit jahren kein spielzeug mehr angerührt hatte und irgendwann auch keines mehr bekam, wollte spielen. und tatsächlich, sie ging auf meine spielaufforderung ein. und – das wichtigste – sie überwand ihre ängste, die sie immer frühmorgens heimsuchten und liess uns endlich wieder schlafen!
jetzt begann ich zu recherchieren. tatsächlich, es gibt mehr leute, die davon überzeugt sind, dass man mit tieren reden kann. und – als ich mich manchen leuten gegenüber “outete”, stellte ich fest, es gab sogar in meinem umfeld leute, die mit ihren tieren reden lassen, oder gar selber kommunizieren. ich las ein empfohlenes buch (tierisch gute gespräche), und begann, nach den beschriebenen übungen, selber zu probieren. die ersten versuche ermüdeten mich, aber – es klappte tatsächlich. ich betrieb noch “small talk”, also ganz einfache fragen. und fast immer, kamen antworten. selbstverständlich sprach ich nur mit tieren, wo die zugehörigen menschen bescheid wussten und auch rückmeldung gaben, ob das stimmte, was mir die tiere erzählten. so wurde ich langsam sicherer. aber es tauchten auch fragen auf, die das buch so nicht beantwortete. ein seminar bei claudia hehr in kanada, auch noch in englischer sprache – das sprengte meine möglichkeiten. und zu “irgendwem” wollte ich nicht, hatte angst vor scharlatanen.
dann empfahl mir eine bekannte, die “überraschenderweise” ebenfalls mit ihren tieren kommunizierte, christine tetau. sie würde seminare abhalten, auch in österreich, und sie sei einfach wirklich gut. das nächste basisseminar sollte anfang september in der nähe von wien stattfinden. ich überlegte nicht lange und meldete mich an.
das seminar fand an einem wunderbaren ort statt (ein kleiner saal in einer waldorfschule), ich fühlte mich – wie die anderen teilnehmerInnen auch – sofort sehr wohl und die stimmung war einfach toll. die gruppe war überschaubar klein und wir begannen mit auflockernden gesprächen der gewohnten, verbalen art. christine erzählte eigene erlebnisse und führte uns mit ihren erklärungen so, dass es nie wie “schule” wirkte, sondern immer wie ein “nettes, aber informatives gespräch unter freunden. bald starteten mit kleinen telepathischen übungen und wagten uns am zweiten tag an die kommunikation mit tieren heran. christine wurde nicht müde, zu betonen, dass wir eine gruppe mit ziemlich hoher erfolgsquote seien, und ich denke, es waren alle ziemlich angetan, von den ersten erfolgen. ich verschweige aber auch nicht, dass wir alle ziemlich erschöpft waren. obwohl die atmosphäre so angenehm, locker war, war es doch ziemlich anstrengend, auf diese ungewohnte telepathische art zu kommunizieren.
ich werde das aufbauseminar sicher besuchen und bis dahin weiter üben. in wien gibt es übungstreffen, vielleicht gibt es ja auch näher welche? ach ja, und die, die jetzt denken, ich sei völlig durchgeknallt? auch egal. ich seh das locker. denn vor einem jahr – hätte ich noch genauso über mich gedacht.
mehr informationen über tierkommunikation:
christine tetau – beratung, kurse, informationen
claudia hehr – beratung (telefonisch, auch für österreich, deutschland, schweiz – zahlung per kreditkarte), kurse (leider eher in kanada), informationen

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