Hier schreit der Irrsinn nach einem neuen Namen. Weil jeder jeden kennt, weiß auch jeder, dass jeder ein Arschloch ist. Dieses Wissen bestimmt den Umgang miteinander und bildet die Basis der Zusammenarbeit. Man tauft sich die nützlichsten Arschlöcher Freunde und bastelt sich so ein miefiges Netzwerk, das auf einem widerlichen Nepotismus von Gegenspielern beruht. Noch dazu besitzt man das Talent, sich nur für die austauschbarsten und harmlosesten Künstler dieses an Widerspenstigen ja eigentlich nicht armen Landes zu interessieren. Noch besser und am allerliebsten, wie oben schon angesprochen, ist der lokale Weltstar, der gefallene Engel, der Heimkehrer. Der Tiefpunkt einer österreichischen Karriere geht praktisch immer mit dem Ehrenzeichen der Stadt Wien oder dem Verdienstkreuz einher.
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