1, 2, 3 – alles vorbei.

zu früh hab ich mich => im jänner über das gelungene neue layout der UH gefreut. schon in der märzausgabe ist das konzept verwässert und kaputt gemacht, der alte schlendrian ist wieder da und das heft wird lieblos “runtergebrochen”, wie wir graphikerInnen zu sagen pflegen. schade. thema des heftes ist hundesport mit sonnen- und schattenseiten, auf das cover findet nur der negative teil, die schattenseiten. noch dazu in triestem schwarz. das ganze wirkt eher wie eine drohung, denn wie eine einladung sich zu informieren.

der weisse balken wird transparent-verwaschen, das photo zu stark vergrössert, reisst auf.

das cover der ersten ausgabe im neuen design ist geordnet und ansprechend: professionelles photo, gut ausgeleuchtet mit guten kontrasten, der titel – positiv formuliert – gut lesbar auf dem ruhigen hintergrund gesetzt, dazu der weisse balken, auf dem das ÖKV-logo und der text gut lesbar gesetzt sind. ein auffälliges und ansprechendes cover, welches auch am kiosk eine gute chance hätte.

das cover der dritten ausgabe im neuen design zerfällt, ist schwer lesbar und wenig ansprechend: ein viel zu stark vergrössertes, kontrastschwaches photo, welches “aufreisst”. die weisse kappe der frau hat keinerlei kontrastwerte mehr (man vergleiche es mit dem ebenfalls weissen fell des welpen am linken cover!), das hundegesicht verschwindet fast im balken, ist aber kontraststark und der eigentliche eyecatcher. rechts unten und auf das ÖKV-logo zeigend.

das hauptthema des heftes in schwarz auf unruhigem hintergrund, in ein eck “gepickt” und dazu der querbalken, der nun transparent ist und die lesbarkeit des textes schwer beeinträchtig. ausserdem werden die zeilen länger, es gibt keinerlei freiraum mehr und auch das ÖKV-logo “säuft auf dem weichen hintergrund ab”. ein wenig ansprechendes cover das am kiosk keinerlei chance hätte und wahrscheinlich sogar als schülerzeitung belächelt werden würde.

aus dem glatt auf den rahmen aufgesetzten photo wird ein umrahmtes photo.

in der ersten ausgabe schliesst das photo mit gutem kontrast glatt mit dem roten textrahmen ab. der text ist grosszügig gesetzt, dem auge wird erholsamer weissraum gegönnt.

zwei ausgaben später ist das photo rot umrandet und “blitzt” auf der linken seite kräftig. sprich, es ist eine unmotivierte weisse fläche (eine mauer?) zu sehen, die durch verschieben/vergrössern des photos raus gerückt werden hätte können oder mit ein paar handgriffen im photoshop® retuschiert werden hätte können. der elegante weissraum zwischen text und photo ist zusammengeschrumpft. die grosszügigkeit des layouts ging verloren, alles wieder “zusammengestoppelt”.

aus einer grosszügigen doppelseite zum start der titelstory wird eine lieblose rechte seite.

bei der coverstory wird es dann richtig gruselig: in der jännerausgabe war der mehrseitigen titelgeschichte eine ganze doppelseite als ansprechender anreisser gewidmet, ein professionelles, ansprechendes photo, der text gekonnt und übersichtlich weiss auf blau gesetzt. hier bleibt das auge hängen, man beginnt zwangsläufig zu lesen.

im märz bleibt als anreisser eine rechte seite mit einem mittelprächtigen photo (viel gestänge, der hund mit wenig kontrasten) übrig. auf den unruhigen hintergrund wird der lauftext in weiss gesetzt. schwer lesbar und irgendwie wieder “zusammengestoppelt”.

der text läuft irgendwie zwischen zwei lieblos hingeknallten photos.

im jänner ist die titelstory gut gegliedert. der textblock im oberen bereich, darunter ein querformatiges gutes photo. der lesefluss ist ungestört und zur auflockerung gibt es ein schönes photo.

im märz werden links und rechts ein photo in schnappschussqualität hingeklatscht, dazwischen läuft unruhig der text. so ein zickzackkurs für’s lesende auge ist ermüdend.

der blocksatz wird löchrig, das photo sieht wie eine notlösung aus.

auf der nächsten seite geht es in diesem unstil weiter. und der erzwungene blocksatz bekommt grosse löcher, die den lesefluss ebenfalls hemmen. das photo links unten schlecht beschnitten und ohne bildtext ist eher verwirrend. was soll damit gezeigt werden? dass hunde keine schuhe tragen? welcher teil des hundefusses welchem teil des menschenfusses entspricht? und welchen zusammenhang hat das mit dem text? oder war am ende der text zu kurz und man musste noch “irgendwas buntes” dazu flicken?

in dieser art geht es dann durch das ganze UH. langweilig, uninteressant, nicht dazu motivierend, auch nur eine zeile zu lesen. jetzt wird das UH wieder behandelt wie vor dem jänner: zu den “gelben seiten” blättern, vereinsinfos rauspicken, in die ecke knallen. an einem der nächsten wochenenden werde ich die “gelben seiten” aus den heften raus nehmen, in einem ordner ablegen und den rest dem altpapier überantworten. der ÖKV könnte sehr viel geld sparen und sehr viele bäume für pinkelnde hunde am leben lassen, wenn er die vereinsinfos einfach ins netz stellen würde. aber – hoppla – dazu müsste man natürlich auch die website besser im griff haben …

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