nichts los in wieselburg.

naomi kommentiert die IHA wieselburg. © betti schmidt

diesmal waren wir ohne hunde unterwegs. ziel war, nina neswadba beim ersten richten von irish wolfhounds zu beobachten und ein paar windhundbekannte und -freunde zu treffen. eventuell auch eine jagdleine zu begutachten und auf coursingtauglichkeit zu überprüfen.

ist da jemand …?

auffallend war bei der anreise, dass es nichtmal ansatzweise stau gab! dabei hatten wir uns schon sorgen gemacht, weil wir genau zur primetime um 9:30 uhr in wieselburg ankamen. wir fanden sogar einen nicht gebührenpflichtigen parkplatz in hallennähe. hätten wir nicht die hinweisschilder gesehen hätten wir gedacht, uns im datum geirrt zu haben. sogar unsere eintrittskarten konnten wir “im vorbeigehen” lösen. niemand da. irritierend. ganz offensichtlich gibt es nicht nur bei den irish wolfhounds rasant rückläufige meldezahlen.

das richten

in der üblichen halle 10 – jede menge platz, keinerlei gedränge. und das 15 minuten vor dem beginn des richtens. einige hatten es gemacht wie wir auch: gucken ja, ausstellen nein.

von den 15 gemeldeten irish wolfhounds waren dann gerade noch 10 anwesend und bis auf die offene rüdenklasse standen die hunde alleine im ring, der dafür dann auch ausreichend gross war. so konnte sich die richterin zeit nehmen, wirklich jeder hund wurde in ruhe begutachtet und “begriffen”, die handlerInnen bekamen nicht nur ausführliche berichte sondern auch eine mündliche beurteilung und erklärung. von einer ausstellerin weiss ich, dass auch freies vorführen positiv zur kenntnis genommen und sogar im bericht vermerkt wurde.

doo beim richten vor interessiertem publikum. © uwe reinsperger

was ich beobachtete, wurde mir auch von ausstellerInnen bestätigt: nina neswadba hat eine angenehm ruhige art auf die hunde zuzugehen und mit ihnen umzugehen. selbst für ausstellungsneulinge und hallenphobiker wurde das vorführen so zu einem positiven erlebnis. und ein azi hat sie sogar angesprungen! um ihr freudig wedelnd einen wangenkuss zu verpassen.

zurück zu den irish wolfhounds: zum reihen gab es ja – mangels anwesender hunde – nur in der offenen rüdenklasse (mit 5 anwesenden rüden) genug hunde und dann bei den stechen um CACIB und BOB. bis auf eine ausnahme hätte ich genauso gereiht und so suchte ich nach abschluss des richtens noch das gespräch um diese reihung zu diskutieren. die argumentation war für mich schlüssig und – ich hatte die hunde ja nur gesehen und nicht “begriffen”.

schön – so kann nicht nur zusehen beim richten spannend sein, sondern auch ausstellen wieder spass und sinn machen.

das rundherum

auffallend stressfrei war die stimmung in der halle. man plauderte und fachsimpelte und zumindest mir ging es so, dass wieder mal gar nicht genug zeit war, mit allen zu reden. szenefremde besucher waren kaum zu sehen und ausländische ausstellerInnen fehlten – zumindest bei den irish wolfhounds – fast vollständig. das ganze hatte fast clubcharakter.

was mir schon morgens am weg zur halle zehn aufgefallen war, bestätigte sich beim retour schlendern: wenig verkaufsstände und eigentlich wirkte das verkaufspersonal kurz vor 14:00 uhr sehr unterbeschäftigt. jedenfalls war ich schwer überrascht, mehrmals aktiv angesprochen zu werden, wo ich doch auch in erinnerung habe, dass man schon mal eine viertelstunde warten muss, bis man überhaupt dazu kommt, eine frage zu stellen. meine suche nach konservierungsmittelfreien leckerli, die auch abseits der ausstellung zu erwerben ist, blieb erfolglos aber wenigstens konnte ich eine jagdleine begutachten. “von der stange” ungeeignet und ab 5-6 stück könnte ich welche nach eigenen vorgaben anfertigen lassen. teilerfolgreich.

fazit: positiv

für mich ist und bleibt wieselburg nicht nur geographisch naheliegend sondern auch von der ausstellungsatmosphäre eine lieblingsausstellung. obwohl es eine hallenausstellung ist punktet sie durch das hundefreundliche gelände rund um die hallen. der frühlingstermin garantiert gemässigte temperaturen und auch die hallen selbst sind – dank sinkender meldezahlen – nun ausreichend gross, man kann bequem an den ringen stehen ohne alle anderen zu blockieren und man kommt auch bequem von halle zu halle ohne hindernislaufen zu müssen.

das verkaufsangebot scheint sich zu verändern: futterstände sind nur mehr die paar “big player”, dafür habe ich gleich zwei kleine unternehmen entdeckt, die bunte und auch massgeschneiderte individuelle halsbänder anboten. dabei auch welche, die irish wolfhound-tauglich sind. hätte ich mich nicht erst vor kurzem bei modog eingedeckt, wäre ich da fündig geworden. für windhundspezifisches (coursingzubehör) sind die nichtmal 100 gemeldeten windhunde wohl definitiv zu wenig. vielleicht gibt es da ja bei der eurosighthound mehr?

versorgungshighlight ist der traditionelle leberkässtand am messegelände und am heimweg haben wir auch noch den wieselburger dönerstand besucht. döner vom huhn, gut gebraten und gewürzt, nur das weckerl war leider etwas bröselig.

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