dieses wochenende findet das CACIL-coursing des FCW am spitzerberg statt. gestern waren irish wolfhounds, deerhounds, salukis, windspiele, chart polski und gruppe V an der reihe. schon bei der anfahrt zum gelände waren wir überrascht, wie wenige autos erst da waren. der blick auf das programm zeigte dann, dass gerade mal 4 irish wolfhounds gemeldet waren. im vergleich: im vorigen jahr waren 15 irish wolfhounds gemeldet! bei den deerhounds waren 3 gemeldet, bei den windspielen gab es einen lizenzlauf und bei den salukis konnte bei 12 gemeldeten hunden wenigstens das CACIL vergeben werden. offensichtlich waren für jene, die nicht nur coursen gehen, die bahn-veranstaltungen an diesem wochenende spannender. in raba, wo heuer die FCI-bahn-EM stattfinden wird, war ein rennen und in inzing gab es – relativ kurzfristig angesetzt – ein bahneröffnungsrennen. dazu kamen – bei den irish wolfhounds – wohl auch ein paar verletzte/kranke hunde und – zumindest eine – gedeckte hündin, die das teilnehmerfeld so drastisch reduzierten.
da die szeneinternen quertreibereien diesmal ausschliesslich aus dem hintergrund und im vorfeld abliefen und keine “giftzwerge” anwesend waren, war die stimmung äusserst gemütlich. man genoss den tag bei fast perfektem coursingwetter, half einander ganz selbstverständlich und auch kameras wurden an freie hände weitergereicht, damit man “endlich mal photos vom eigenen hund” hat. der diesmal anwesende renntierarzt checkte die teilnehmenden hunde konzentriert und sorgfältig ohne “nebenbei” gespräche zu führen. es wurde nicht nur impfpass kontrolliert sondern auch die lefzen, es wurden alle vier pfoten gecheckt, alle vier läufe gestreckt und gebeugt und dann auch noch das herz abgehört. geht doch! das eingespielte FCW-team sorgte für reibungslosen ablauf und sogar die startfähnchen waren diesmal irish wolfhound gerecht mit ausreichendem abstand aufgestellt. der infostand für zu kurz geratene und überaltete grasbahnen wurde diesmal durch ein feines buffet ersetzt. man wurde freundlichst bedient, die bratwürste zu mittag waren köstlich und torten und kuchen boten eine auswahl, die die entscheidung schwer machten.
lilly’s läufe
die irish wolfhounds, die gemeldet waren, waren auch am start und liefen beide läufe engagiert und reibungslos durch. das ist wohl der “harte kern” der szene und drei der vier hunde haben auch die coursing-EM in frankreich in ihrem terminkalender. wie immer konnte ich nur die läufe mit lilly beobachten. lilly war an diesem tag wieder besonders aufgekratzt. spitzerberg ist bis jetzt das einzige gelände, das sie öfter als einmal gelaufen ist und sie kann es kaum erwarten, endlich laufen zu dürfen. im ersten lauf hatte sie gary als partner, der “hasi” von hinten absicherte aber ihr tempo nicht wirklich mitgehen konnte. dank taktischem abkürzen war gary aber fast zeitgleich mit lilly am ziel, doch lilly wandte die bewährte “hasikrake” an und legte sich wie gewohnt quer über “hasi” drüber. meins!
im zweiten durchgang lief – erwartungsgemäss – belis mit lilly. die beiden hatten sich ja zwei wochen davor schon kennengelernt und wir wussten, belis kann das tempo von lilly mitgehen. tereza und ich wurden nicht enttäuscht! die beiden lieferten einen phantastischen lauf, koordinierten sich innerhalb von sekundenbruchteilen, fächerten immer wieder auf um “hasi” in die zange zu nehmen und waren ebenfalls fast zeitgleich im ziel, lilly abermals mit “hasikrake”. beim gemeinsamen abgehen erwischte uns dann ein frühsommerlicher gewitterregen und ein paar salukiläufe lang regnete es. aber nur kurze zeit später gewann wieder die sonne die oberhand. nun, so wurden auch die lacken, die unsere hunde nun mal machen und die wir nicht, wie die häufleins in sackerl packen können, gut weggewaschen. nicht einmal der armseelige feigling, der mit haltlosen anschuldigungen anonyme anzeigen verschickt, kann sich jetzt also noch ernsthaft beschweren …
randnotiz
vom ÖKWz. war diesmal niemand “offiziell” anwesend. das coursing-engagement ist wohl schon wieder verblasst. naja, vielleicht kümmert man sich ja um die in die jahre gekommenen grasbahnen? wie auch immer – in gelsenkirchen, sandbahn, sind dieses wochenende 188 hunde gemeldet, 51 davon sind greyhounds. vielleicht liegt es doch nicht nicht an “fehlenden hunden” sondern an den mangelhaften grasbahnen, dass da kaum noch jemand seine hunde laufen lassen will …? das ganze gepaart mit der sprichwörtlichen wiener grantigkeit und hinterfotzigkeit (die sich erfahrungsgemäss nicht auf die stadtgrenze wien beschränken muss) gewürzt mit seniler halsstarrigkeit? vielleicht sollten manche personen einmal über ihre zuständigkeiten meditieren und sich um die eigenen anliegen kümmern, anstatt gift zu verspritzen. und wenn das ergebnis der medidation ist, dass sie nicht mehr in der lage sind, ihren zuständigkeiten nachzukommen, dann mögen sie bitte die notwendigen konsequenzen ziehen und ihre positionen freigeben für den nachwuchs. wenn es denn überhaupt noch nachwuchs gibt und der nicht längst verkrault wurde. merket: die, denen coursing wirklich am herzen liegt, lassen sich von der giftspritzerei eh nicht beeindrucken. man belächelt nur kopfschüttelnd das unverständnis mancher “giftzwerge” für diesen sport.

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