es gibt themen, die einem als iw-victim sofort ins auge springen. untersuchungen zum thema herz sind da ganz oben in der aufmerksamkeitsskala. vor ein paar tagen bin ich nun über => diesen artikel gestolpert:
Jeder zehnte Hund, der von einem Tierarzt untersucht wird, leidet an einer Herzerkrankung. Die Diagnose trifft Hundehalter dann meist wie aus heiterem Himmel, da eindeutige Symptome fehlen. <…>
als bekanntermassen medizinkritische person frage ich mich natürlich sofort, wie gut diese diagnose ist, wie sie gestellt wurde, ob sie gegengecheckt wurde etc.. bei enya lag – rassespezifisch – herz immer wieder nahe und jeder darauf folgende ultraschall samt EKG zeigte keinerlei auffälligkeiten. enya’s herz war bis zu letzt gesund.
vor kurzem fand ich im internet einen blogeintrag, der TA hätte DCM diagnostiziert, die entsprechenden medikamente verschrieben und dem hund sei es mit den medikamenten deutlich schlechter gegangen. man habe eigenmächtig entschieden, die medikamente wieder abzusetzen, jetzt ginge es dem hund wieder gut … o.k., ich kenne nicht die genaue untersuchungsmethode, weiss nichtmal, ob es ein “herzspezialist” oder ein allgemeinmediziner war, der die diagnose stellte. man muss beobachten, wie sich die sache weiter entwickelt, doch irgendwie passt die geschichte gerade gut zum thema.
dass nämlich jeder zehnte hund quer durch alle rassen und altersgruppen herzkrank ist – das kann und mag ich nicht glauben. der schlüsselsatz ist aber vielleicht ein stückchen weiter unten zu finden:
<…> Entscheidend ist eine regelmäßige tägliche und lebenslange Medikamenteneingabe. <…>
das bedeutet dann ja regelmässigen guten umsatz, da herzmedikamente nicht gerade zu den preiswerten pülverchens gehören. und solche krankheiten, die dauermedikation erfordern, scheinen auch in der hundewelt immer beliebter häufiger zu werden. wie wir wissen, ist in den USA das haustier schon ein deutlich grösserer umsatz-bringer, als kinder. auf der welle muss man reiten!
vielleicht würde aber in dem einen oder anderen fall einfach auch nur abspecken und mehr bewegung helfen? überraschenderweise ist nämlich auch => jeder 10. hund in deutschland zu dick! handelt es sich etwa gar in beiden fällen um die selben hunde? einfacher ist es allemal, dem hund ein paar medikamente zu verabreichen anstatt ihn abspecken zu lassen. und wenn zuviel futter samt herzmedikamenten gekauft wird, brummt die wirtschaft. wird weniger futter und keine herzmedikamente gekauft, dann ist das definitiv schlecht für die wirtschaft. das muss man immer auch im auge behalten, vor allem in krisenzeiten wie diesen!
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